Donnerstag, 19. April 2018

Senegal - Gambia










Wir sind in Gambia!


Nachdem wir in Mauretanien erfolgreich einen Grenzhelfer ergattert, und unser Mobil wieder in Schuss gebracht hatten, ging es motiviert frühs um 6  in Richtung senegalesische Grenze.

Früh aufstehen lohnte sich, denn uns erwarteten noch 40 Kilometer Piste. Für unser Mobil kein Problem… Unendlich schöne Landschaft, Warzenschweine und Vögel waren ein toller Nebeneffekt zur Rüttelpiste. 

Ungefähr 3 Stunden kamen wir durchgeschüttelt und gerüttelt an der Grenze an.

Diese war finanzell ganz schön anstrengend – im Gegenzug zur gambischen Grenze. An jedem Checkpoint ließen wir mindestens 10 Euro. Zusätzlich bezahlten wir noch 250 Euro für unseren Helfer. Naja, dafür ging es relativ schnell. 


In Senegal fuhren schnurstracks zur Zebrabar. Ein wunderbares Stück Land unter Palmen. An einem Strand gelegen. Sehr idyllisch, sehr zu empfehlen… ;) Ein Bankbesuch im belebten St. Louis ließen wir uns nicht nehmen. Unsere Bankkarten funktionieren leider nur sehr sehr spärlich.



Angefixt von wieder blühenden Landschaften, statteten wir dem Lac Rose, einen zweitägigen Besuch ab. An einem Restaurante fanden wir einen Stellplatz. Die Jungs schöpften Salz und ich gönnte mir meinen lang ersehnten, traumhaften Ritt am Strand. Ein feuriges Pferd aus gut gepflegtem Stall… Herrlich, ich schwebte im Himmel.



Ziegen-Beatles in Senegal



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    Dezent entspannt und mit ca. 2 kg Salz im Gepäck fuhren wir nach Dakar. 
    Dort trafen wir am Strand auf der Suche nach inem Stellplatz auf Bob, welcher uns in seine Bar einlud und uns zwei Mädels die Möglichkeit bot, Cornrows zu machen. Bei einem lecker Essen und 5 coolen Girls saßen wir und ließen uns die Haare aufhübschen. Sehr interessant mal in ein senegalesiches Haus zu kommen. Bob gab uns noch eine kleine Führung durch sein Viertel.
    Den Abend verbrachten wir zwischen den Bars beim Essen kochen. 

In Kaolak waren wir mit den Brüdern eines Kumpels von uns verabredet um etwas abzuholen. Das war eine Odysse und ließ uns verzweifeln. Die Scharen Kinder welche uns sofort nach dem Motor abstellen und Türe öffnen umringten, strapazierte unser aller Geduldsfaden. Den Abend ließen wir mit einer warmen Limonade (natürlich unter Beobachtung von unzähliger neugieriger Kinderaugen) am Straßenrand ausklingen. Das hatten wir uns nach anstregenden Familienbesuch verdient.




Alle wollen Seifenblasen machen ... 
Am nächsten Morgen schaffte es Luise ein Lächeln in unsere Gesichter zu zaubern. Und zwar mit Seifenblasen. 

Wir entschieden uns sehr spontan doch noch nach Gambia zu fahren. Sehr früh am morgen ging es an die Grenze nach Farafenni. Diese wurde auch ohne lange Wartezeit sehr kostengünstig gemeistert. 
Frohen Mutes entschieden wir uns, auch gleich noch die Fähre zu nehmen. Mit etwas Überredungskunst und ein zwei kleinen Geschenken konnten wir am gleichen Abend noch übersetzen. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt 3 Tage. 



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Nach der Fähre fuhren wir schnurstracks einen Schlafplatz suchen. Bei dem kleinen Örtchen Suma wurden wir auch fündig. Ein paar Meter weiter, eine kleine Piste rein und – Schwupps – standen wir an einem riesigen Termitenhaufen unter einem Baum. Da Termiten (und auch die einheimischen Kühe!) nach dem Prinzip „Tu du mir nix – tu ich dir nix“ leben, hatten wir bei Lagerfeuer eine wunderschöne Nacht.

Erlebnisshungrig verließen wir – nachdem wir mit ein paar Jungs am angrenzenden Zaun Frisbee gespielt hatten – dieses gemütliche Fleckchen.

So ziemlich planlos wohin wir denn nun fahren wollen, kamen wir an der Tendaba Lodge an. Eine Lodge mit POOL! Den genossen wir ausgiebig zwei Tage lang…



Leider war ich in diesen Tagen etwas fotografierfaul, was zu einem Mangel an schönen (Stellplatz-)Bildern geführt hat. 


    Bis vor einer Woche standen wir in der Bintang Bolong Lodge in Bintang. Für große LKW, wie unserer, ist es etwas schwierig rein zu fahren – ein Baum versperrt in 4 m Höhe die Durchfahrt. Wir hatten es dennoch gerade so geschafft und hatten einen tollen den Ausblick auf dem Bintang Bolong – ein Abzweig vom Gambia River. 
Diese Lodge hatte - neben gemütlichen kleinen Steghäusern - ein wunderschönes Holzdeck über dem Fluss, welches einen wunderbaren Ausblick bot. Mein Freund und ich nahmen die Gelegenheit wahr darauf zu schlafen. Eine Nacht darauf fühlten wir uns doch herrlich entspannt....





    Ich bin mit Yuma und Zora ein bisschen durch das an der Lodge gleich angrenzende Dorf gelaufen. Gefolgt von unzähligen „Hello“. Es wird so lange gerufen und auf sich aufmerksam gemacht, bis man reagiert. Aufgrund dessen, dass Yuma jegliche Ziegen unglaublich interessant findet, und Zora gerne IHR Tempo läuft, breiteten sich die Namen der Hunde wie ein Lauffeuer aus… Nachdem ich 15 ruhige Minuten auf einem abgelegenen Feld hatte, ging ich wieder ohne dieses Wissen zurück. Man kann sich vorstellen wie verwirrt ein Hund ist wenn hinter ihm Kinderstimmen in voller Lautstärke „Yuuuumaaaa“ und „Zooooora“ rufen. Zora hört es nicht und lief unbeirrt in ihrer Manier weiter. Mittlerweile ist es dunkel – die Fledermäuse geben ein Pfeifkonzert ab und Mangoos kommen raus und gehen auf Krabbenjagd. 

Von der Bintang Bolong Lodge fuhren wir weiter Richtung Banjul.
Wir wollten uns die heiligen Krokodile in Kachikally ansehen, die auch gestreichelt und angefasst werden können.
Hierfür fanden wir einen Stellplatz auf einer Brachfläche mitten vor den Touristen-Läden in Bakau. Von hier waren es ca. 10 Minuten zu Fuß zum Kachikally-Krokodilpool. Für ca. 2€ Eintritt pro Person kann man ein kleines Museum besuchen, in dem die Geschichte und Kultur von Gambia kurz beleuchtet wird, sowie der besagte heilige Krokodilpool, indem sich angeblich ca. 100 Westafrika-Krokodile aufhalten sollen. Kurz hinter dem Eingang zum Gelände entdeckten wir auch schon das erste Krokodil, das sich neben dem Weg sonnte. Zuerst dachten wir, es wäre eine Statue, doch dann bewegte es doch seine Augen.

 
Am Krokodilpool angekommen sahen wir dann bestimmt 30-40 dieser ca. 1,5-2m großen Urzeitechsen, die zum Teil am Ufer des Beckens in der Sonne lagen und zum anderen Teil träge im Wasser lagen.
Ein Guide versicherte uns dann, dass wir eben DIESES Krokodil, welches da am Ufer lag, problemlos anfassen könnten. Kurzentschlossen taten wir das dann auch alle. Es soll ja schließlich Glück bringen. 









Am Abend waren wir dann noch in einer Touristen-Bar, vor der eine einheimische Band gespielt hat. Dort lernten wir Bamba kennen. Einen jungen aufgeschlossenen Gambianer, der uns alle möglichen fragen beantworten konnte und stets hilfsbereit war. Er wich uns den ganzen Abend nicht mehr von der Seite. Nach dem Konzert zogen wir noch ein wenig weiter durch die Stadt, weil wir irgendwo in der Nähe noch andere Musik hörten. Da wollten wir auch mal vorbeischauen. Als wir dort waren, war uns nicht so ganz klar, wo wir gelandet waren. Die Straße war eigenmächtig mit ein paar Steinen abgesperrt worden und auf der Straße tümmelten sich einige Leute und sangen und klatschten und feierten ausgelassen. Ein verkleideter Mensch mit Ziegenkopf-Maske sprang wie verrückt durch die Masse und alle beteiligten feuerten ihn an. Irgendwann bekamen wir mit, dass es sich hierbei um eine Beschneidungs-Zeremonie handelte.... Nun gut, wir waren auch eingeladen, es war kein Problem, dass wir mit dort waren und so schauten wir dem Treiben noch ein wenig zu.
Wir entschieden uns noch einen Tag in Bakau zu bleiben und unser Stellplatz inmitten der Stadt erschien uns mittlerweile auch als ganz akzeptabel, da direkt neben uns ein Polizeiposten war und wir somit nahezu rund um die Uhr von Polizisten mit Kalaschnikov bewacht wurden. Somit fühlten wir uns zumindest einigermaßen sicher.
Für diesen Tag war ein Strandbesuch am ca 10 Minuten Fußweg entfernten super schönen Strand von Bakau vorgesehen. Selbstverständlich war auch Bamba dabei. Er wich nicht mehr von unserer Seite. Wir genossen die Sonne und das angenehm temperierte Meer. Man könnte sagen: Traumhafter Sandstrand. Das empfanden allerdings nicht nur wir so und somit treffen sich dort auch die ganzen Pauschaltouristen. Trotzdem war der Strand bei weitem nicht überlaufen.
Am nächsten Tag wollten wir mit dem Taxi nach Banjul fahren. Bamba-unser selbsternannter Guide- war natürlich schon ab morgens mit von der Partie. Auch er kam mit. Allerdings wollten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden und nicht dort langlaufen, wo er uns hinführen wollte. Da sorgte für ein bisschen Unmut auf beiden Seiten, doch ließen wir uns davon kaum beirren und machten uns eigenes Ding. Wir waren am Fischerstrand von Banjul und auf dem berühmten Royal-Albert-Market. Nach ca. 2 Stunden hatten wir so ziemlich die "ganze" Stadt gesehen-zumindest das, was für uns als Touristen interessant war.
Nun wollten wir aber wieder weg von dem ganzen Touristen-Zentrum.
Es waren 3 schöne Tage dort.
Leider sind wir auch auf die Bumster-Falle reingefallen... So nett Bamba anfangs auch wirkte, merkten wir mehr und mehr, dass er sich mit dieser Masche über Wasser hält. Es war schon etwas nervig, dass er immer und überall dabei war... wer noch einen interesannten Artikel lesen mag: klick


    Seit nunmehr vier Tagen stehen wir an einem ebenso ruhigen Platz wie der bei Suma es war. Tags über kommen ab und zu Menschen vorbei, doch keiner schipmft oder beklagt sich. Zum Strand läuft man keine 5 Minuten und um uns herrum zwitschern Vögel. Es ist kein Haus weit und breit, ausser ein paar verfallene Schattenspender und ein Gebäude vom Krabbenfänger, der jeden Abend halb 7 kommt.

    Mehr als Tagesausflüge machten wir die letzten Tage nicht, irgendwie zieht es uns zurück zu diesem Platz. 


    Selbst unser Plan Südsenegal zu entdecken endete wieder an diesem Ort…. Eigentlich sollte der Wendepunkt unserer Reise ja Ziguingor sein. Daraus wurde leider nichts. Die Grenzbeamten von Senegal ließen uns nicht passieren, uns fehlt das Carnet de passage. Selbst sehr langes diskutieren mit den senegalesischen Beamten half einfach nichts... Somit blieb uns nur, wieder umzudrehen und erneut nach Gambia einzureisen. Die Grenzbeamten von Gambia ließen uns nun allerdings auch nicht mehr einreisen-man hatte uns ja schließlich bei der Ausreise aus Gambia gesagt, dass wir ohne Carnet de Passage nicht in Sengal einreisen dürften. Und falls wir trotzdem jetzt ausreisen würden, und wir von den senegalesischen Beamten nicht eingelassen werden würden, würde uns der gambische Beamte dann auch nicht mehr nach Gambia einreisen lassen...
    Das ignorierten wir gekonnt und dachten uns, das wird schon auch so funktionieren. Schließlich waren wir ja schon mal im Senegal- und das auch ohne Carnet de Passage...
    So standen wir dann einige Stunden am gambischen Grenzposten und wussten nicht so recht, was wir jetzt tun sollten... Wir kamen ja nicht mehr weg. Weder nach Senegal, noch nach Gambia... Eine sehr unangenehme Situation- vorallem weil der Beamte uns damit drohte, unser Auto an der Grenze festzusetzen, bis wir ein Carnet de Passage organisiert haben.

    Nach einem freundlichen Anruf bei der Botschaft, 4-fachen entschuldigen bei Oberpolizist (!!!) und 20 Euro gab man dem Auto schließlich dann doch 12 Tage. Wir können jetzt 28 Tage in Gambia sein, das Auto leider nur 12. Nun denn geht unser Abendteuer eben noch ein paar Tage in Gambia weiter, bevor wir wieder Richtung Deutschland fahren.


   

Dienstag, 27. März 2018

Nouakchott

Unser Fuchsmobil war kaputt!

Nicht so...

... oder so kaputt.
 
Nachdem wir uns erfolgreich motiviert hatten, die 290 Kilometer zur senegalesischen Grenze zu fahren um später nach Gambia übersetzen, starteten wir am nächsten Tag den Motor und parkten erfolgreich aus. So weit zu gut, und nach einigen holprigen, mit Eselskarren und dichtem Verkehr verstopften Seitenstraßen querten wir auf einen - wieder asphaltierten - Kreisverkehr. Ich nahm die Kurve nicht ganz gescheit, und musste zurückstoßen - zack - es ging kein Rückwertsgang. Auch die Versuche meines Freundes und des Mobilbesitzers blieben erfolglos. Jetzt standen wir inmitten des Kreisels und wussten weder ein noch aus - im wahrsten Sinne des Wortes. Aus zwei schaulustigen wurden tatkräftige Männer, und unter Hupen der anderen Autos fingen wir den großen LKW zu schieben. 
Ruhig bleiben und schnell beherzt handeln war vermutlich das Erfolgsrezept... :) 
An der nächsten Tanke, zwischen gefühlten 40 Grad und geklappten Fahrerhaus, diagnostizierten wir "irgendein Problem am Getriebe". Was dazu führte, dass wir noch mindestens einen weiteren Tag in Nouakchott bleiben würden. 
Also ganz vorsichtig wieder zurück zur Auberge Sahara. Diagnose genauer fortsetzen. 
Am Getriebeblock war der Verbinder zum Schaltgestänge ausgeschlagen. So weit so gut. Doch wie jetzt das fehlende Teil organisieren? Zumal uns klar ist, das man als "Touri" eh das doppelte bezahlt...
Zum Glück ist man als solches Mobil sehr auffällig, wenn man so auf der Straße steht. So kam ein Auberge-Gast auf uns zu und vermittelte uns einen Kontakt. Bei ihm bekamen wir das das besagte Stück für relativ wenig Geld in super kurzer Zeit. 

Innerhalb von 20 Minuten war das Neuteil dann an Ort und Stelle. 
Glück gehabt. Könnte schlimmer sein. 

Ab und zu informieren wir uns auch mal über aktuelle (Wetter-) lagen in Europa. Demnach ist uns aufgefallen, das es tatsächlich organg/braunen Schnee in Osteuropa geben soll. Verrückt! 
Grund dafür sollen Saharastürme sein. Eine andere Theorie besagt, es könnte auch ein Sandsturm in Kasachstan für den Staub verantwortlich sein. 
Wir haben auf unserem Weg zwei Sandstürme erlebt. So ist es für uns nicht gänzlich unvorstellbar, das der Sand soweit hochgewirbelt wird, sodass er in Ungarn und Sotchi wieder im Wassergemisch herrunter kommt. 




Hier sieht man leichte Auswirkungen des Sturmes - der Himmel ist trüb...

... die Straßen sind verstaubt.


Zum Schluß noch ein Bild vom Äffchen ;)
 


Samstag, 24. März 2018

Grenze - Nouakdchott


Wir sind in Mauretanien. Genauer gesagt, mittlerweile in Nouaktschott. Seit ein paar Tagen begeleiten uns Sand, Wind und viel Staub auf dem Weg.






Weiteres zum Grenzübergang findet ihr auf der seperaten Seite. Unsere erste Nacht verbrachten wir in Nouadhibou vor (!) einem Campingplatz inmitten der quirligen, unaufgeräumten Stadt. Leider war der einzige Stellplatz im Campingareal schon vergeben, und so parkten wir zwischen Hauptstraße und Camping-Eingang. 


Der nächste Morgen erwartete mich sehr früh, eine Stunde Muezzingesang um 5. Das war jedoch so beruhigend, das ich wieder einschlief um fit für die Suche nach einem Badestrand zu sein. ;) 
Wir fuhren für die nächste Nacht an einem etwas, von der Stadt abgelegenen Campingplatz. Auf dem standen wir wieder alleine. Drei von uns trafen in einem alten, verlassenen Haus fünf Jungendliche die sich da zum Tee und Quatschen verabredet hatten. Sie luden uns kurzerhand ein und wir konnten uns für einen Moment an unsere pubertäre Zeit erinnern, in der wir doch alle heimlich in Häusern abhingen.... Es wurde mittels einem Pappkarton musiziert, die zwei Mädels sangen ausgelassen.

Unsere darauffolgende Mission hieß "Eisenbahn suchen". Wir wollten unbedingt die einzige Eisenbahn Mauretaniens sehen. "Die Züge sind bis zu 2,5 Kilometer lang und damit die längsten planmäßig verkehrenden Züge der Welt. Sie haben ein Gesamtgewicht von bis zu 17.000 Tonnen und werden entweder von zwei je 3310 kW oder vier je 2425 kW starken EMD-Diesellokomotiven gezogen." So Wikipedia.
 Das hieß für uns, ab nach Bou Lannouar. Nach einigen windigen Kilometern erreichten wir das kleine Örtchen in dem wir erst einkauften und kurze Zeit später zwischen Tee und Teppich bei einer Familie zum Essen saßen. Trotz kleiner oder großen Sprachbarrieren tauschten wir uns aus oder entspannten beim Lesen im vor Wind und Sand schützdenden Zelt.






 Ich konnte mich mit dem Sohn gut unterhalten, er sprach sehr gutes Hocharabisch. Das wiederum verhalf uns Veganern zu einem köstlichen Gericht - komplett ohne Fleisch und Fisch!

In Mauretanien ist es üblich, das alle gemeinsam aus einer großen Schüssel mit den Händen essen. Vorher beide gründlichst gewaschen, nimmt man aber nur die rechte Hand.




Weiter auf der Suche nach einer Piste, welche uns zur gesuchten Eisenbahn bringen soll, fuhren wir gesättigt und mit einem Fahrrad weniger weiter. Aufgrund der zugewehten Piste fuhren wir ein Stück zurück und stellten uns leicht abseits der Straße hin. Natürlich mit gutem Blick auf die Schienen.

Und so warteten wir.





Bei einem Spaziergang zwischen der laaaaangen Wartezeit auf den Zug entdeckten wir, das es super spaßig ist, eine düne herrunterzuflitzen.

Während man rennt, gibt der Sand ein tiefes grollendes Geräuch von sich.








....Bruchlandung!
 



Das nächste Abendteuer wartete nicht lang - wir fuhren uns fest! Zum Glück zog uns nach einigen erfolglosen Grab- und Rausfahrversuchen ein LKW heraus. Innerhalb kurzer Zeit standen 4 LKWs bereit und wollten helfen. Einheimische werden hingegen gerne mal aus Entfernung beim Schieben beobachtet. ;)






Der Abend wurde mit Sekt und Lagerfeuer einige wenige Kilometer weiter auf gutem Untergrund stehend gefeiert. Am nächsten Tag wartete ein Sandsturm kurz nach dem Losfahren auf uns. Im LKW machte uns das wenig, wir erreichten gegen Mittag die Hauptstadt Nouakchott.






In der Auberge Sahara stehen wir nun, nutzen Internet, treffen nette Leute und planen unsere Weiterreise. Vielleicht geht es ja doch nach Gambia...



Die kleine Affendame "Bu". Leider angebunden.

Mauretanien erscheint für mich schon irgendwie extrem. Das Land ist doppelt so groß wie Deutschland, 90 Prozent sind von Sand bedeckt. Zudem gehört es zu den ärmsten der Welt. 
Von den ca. 4 Millionen Einwohnern leben noch über 150.000 als Sklaven. Eine andere Organisation spricht von einer halben Million. Und das, obwohl die Sklaverei offiziell 2007 abgeschafft wurde. "Bis heute finden sich immer wieder Fälle von Sklaven, die nicht wissen, dass es keine Sklaverei mehr gibt und Herren, die nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass sie keine überlegenen Menschen sind." Ich möchte hier ganz offen zwei sehr interessanten Artikel empfehlen - klick hier und hier!
Ein drittel der Bevölkerung lebt in Nouakchott. In der nördlichen Grenzregion liegen noch immer etliche Minen vergraben – eine Hinterlassenschaft des Westsahara-Konflikts.








Montag, 19. März 2018

Sidi Ifni - Grenze


Wir reisen nun schon wieder eine weitere Woche durch Marokko beziehungsweise der Westsahara und haben natürlich allerlei gesehen und erlebt.
Bei Sidi Ifni am Legzira Strand standen wir noch einen weiteren Tag und haben diese schönen Felsen beschauen können. Zu erreichen sind sie über eine kleine Piste welche rechts stadtauswärts unscheinbar von der Hauptstraße abgeht.
Mein Freund und ich entschieden uns wieder für einen gemeinsamen Spaziergang mit unseren Hunden. Ein guter Abstieg zu finden war schwer, nach einigen steilen Abstiegsversuchen gelang es uns und wir waren am Strand. Und dann sahen wir schon die erste Klippe, die weit ins Meer hinausragt, und wir standen direkt zwischen den Felsentoren. Größer sind sie, als erwartet. Einsam liegen sie in einigem Abstand voneinander entfernt. Menschen sind so gut wie keine da, kaum besucht, da es einfach zu abgelegen liegt – trotz dessen das die Steintore in fast jedem Reiseführer abgebildet sind. Nur einzelne Angler verbringen vermutlich Stunden auf den roten Steinen.
Schon beim Abstieg zum Strand war uns die permanente Steinschlaggefahr bewusst. Im Herbst 2016 ist einer der beiden größten Felsbögen von Legzira eingestürzt, nachdem kurz zuvor schon ein Riss entdeckt wurde. Bei dem eingestürzten Bogen handelt es sich um den, der in diesem Bild abgebildet ist.

Am nächsten Tag ging es nochmal ein paar Kilometer zurück, auf eine Party..
Mindestens zwanzig LKW´s und Wohnmobile, eine große Anlage und nette Menschen sammelten sich nahe eines kleinen Dorfes an einem Feldrand um einen Tag lang zu interkulturell zu feiern. 
Es spielte sogar eine marokkanische Band, am Abend lief dann elektronische Musik und es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. 
Unser Weg setzte sich am nächsten Tag 12:00 nach El Ouadia fort, danach folgten Tan Tan Plage und Tarouma. 
Die eine - für uns befahrbare - Straß, führt uns nun in immer einsamer und karger werdende Gebiete. Um uns ist nichts. 
Lange werden wir kein Wasser mehr sehen.






Wir hatten zwei schöne Tage alleine (!) auf einem Campingplatz in Boujdur. Diese verknüpften wir mit einem angenehmen Bummel. Ich verlor beim Kauf eines traditionellen Gewandes die Jungs. Zum Glück traf ich 2 hilfsbereite Jungs, welche mit Telefon und Motorrad alles in Bewegung setzten die „two german guys“ wiederzufinden, welche sich in einem geschlossen geglaubten Billiardtisch niedergelassen hatten. So hatten wir am Ende alle was zu lachen und ich noch ein gratis Motorradfahrt ;) 










Unser nächstes Ziel hieß Dakhla. Ca. 6 km ausserhalb, noch vor der Stadt gibt es einen schönen großen kostenlosen Park-/Campingplatz, auf dem wir 2 Tage verweilten und Wind und Wellen trotzten. 


Gerade stehen wir in Bir Gandouz in einem schönen Hotel. Da gibts Katzen... 

 ... und Schafe.


Gleich gehts an die Grenze nach Mauretanien. Mein Laptop hat den Geist aufgegeben, ich hoffe ich kann ihn wiederbeleben. *Grummel* Aber für die nächste Woche sind wir offline.