Nachdem wir in der Saline steckengeblieben sind, und wir
nur 4 Tage Transitvisum durch Senegal bekommen hatten, mussten wir uns sputen.
Wir wollten nämlich nochmal in die ZebraBar zum Kanu fahren. Somit ging es für
uns, nach dem Buddeln verschwitzt gegen 14 Uhr los in Richtung St. Louis.
Dort in der Nähe trafen wir unsere beiden Tramper wieder.
Die beiden, Luc und Patricia aus Frankreich, hatten wir in Marokko für eine
Zeit mitgenommen.
Wir schliefen erschöpft eine Nacht bei denen im Projekt.
Es glich einer WG.
Am nächsten Tag trafen wir schon gegen Mittag in der ZebrarBar
ein und schnappten uns die Kanus um über den Senegalfluss zu schippern. Das
gegenüberliegende Ufer ist eine kleine Insel, welche den Fluss noch vom Meer
trennt. Nach einer Pause dort ging es wieder zurück zur Bar. ;)
Die Einreise nach Mauretanien hingegen war etwas teurer.
Dort bezahlt man pro Person 55€ für das Visum, sowie10€ für die Ehrenerklärung,
dass das Auto nicht in Mauretanien verkauft wird.
Da die 40 km lange Dammüberfahrt durch einen wunderschönen Naturpark führt, und Rüttelpiste an den Nerven aller zehrt, bot es sich an, eine Nacht auf halben Wege zu nächtigen. Umgeben von Warzenschweinen, Flamingos und allerlei anderes Getier, schliefen wir doch sehr gut.
Ausgeruht, ging es von hier aus weiter in die staubige,
trubelige Stadt Nouakchott. Dort trafen wir noch zwei Freunde von uns, die sich
gerade auf dem Weg nach Togo und Ghana befinden. Wir tauschten wichtige
Reiseinfos und News aus Leipzig und feierten einen Geburtstag.
Da wir uns ja vorgenommen hatten, möglichst zügig durch
Mauretanien und die Westsahara zu fahren, um noch mehr Zeit im Landesinneren
Marokkos verbringen zu können, wollten wir schon relativ früh losfahren.
Allerdings mussten wir zuerst nochmal zu einer
Wechselstube fahren, da wir keine Ouigouya mehr hatten. Auf dem Weg zur
Wechselstube stellten wir fest, dass aus dem Kupplungsgeber Bremsflüssigkeit
austrat. Und das nicht zu wenig…
Am Vortag hatten wir dort eine Schraube nachgestellt und
hofften, das Problem mit dem hängenbleibenden Kupplungspedal sei gelöst. Doch
das kam leider anders.
Also machten wir uns noch auf die Suche nach der
passenden Bremsflüssigkeit, was sehr viel Zeit in Anspruch nahm, da unser
Chauffeur zum Ersatzteilhandel unterwegs noch allerlei Dinge zu erledigen
hatte, wie z.B. Auto waschen oder Bekannte vom Krankenhaus abzuholen und nach
Hause zu fahren.
Ach ja, das Benzin von seinem Auto war zwischenzeitlich
auch noch alle und er musste erst zur Tanke laufen und einen Kanister nachholen…
;)
Mit etwas Zeitverspätung ging es dann endlich raus aus
Nouakchott.
Um die verlorene Zeit durch die Ersatzteilsuche in
Nouakchott wieder gutzumachen, entschlossen wir uns an diesem Tag gleich noch
für den Grenzübertitt nach Marokko.
Weil wir schon zeitig losgefahren waren und auch gut
vorankamen waren wir um ca. 16 Uhr am mauretanischen Grenzposten.
Diesen meisterten wir kostengünstig und schnell, sowie
ohne Hilfe eines Grenzhelfers.
Von hier aus ging es wieder auf die etwa 4 km lange übelste
Piste ins Niemandsland zwischen Mauretanien und Westsahara. Wir waren alle
froh, als wir die Asphaltstraße ohne Zwischenfälle wieder erreichten.
Die Einreise in die Westsahara gestaltete sich -wie zu
erwarten -ebenfalls problem- und kostenlos.
Wir mussten noch mit dem LKW in den Scanner fahren und da
es schon spät war und die Beamten dort Feierabend machen wollten, entfiel die
normalerweise anschließende Kontrolle durch Grenzbeamte.
Nachdem wir die Grenze passiert hatten fuhren wir noch
bis Bir Gandouz, wo wir auch auf der Hinreise schon eine Nacht verbrachten.
Bis heute Nachmittag standen wir an dem, uns ebenfalls
schon bekannten, wunderschönen, sehr natürlichen Strand ca. 15km südlich von
Boujdour. Dort ließen wir es uns zwei Tage lang gut gehen und erlebten einen
wundervollen Sonnentuntergang vor einem alten Schiffswrack.
Das einzige was uns dort zu schaffen machte -und das schon seit einigen Tagen- ist die unglaubliche Kälte hier. Wir frieren fast die ganze Zeit und das bei 25 Grad… Hoffentlich liegt das am kalten Küstenwind und nicht daran, dass wir uns in Gambia an Temperaturen um die 40 Grad gewöhnt haben… Ansonsten sehen wir für uns den Sommer in Europa schwarz….
Heute kamen wir dann im Beduinen-Camp ca. 40km nördlich
von Laayoune an. Als einzige Gäste genießen wir den tollen Ausblich über die
Weiten der Wüste und lauschen dem Wind.
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